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6.2.2012

Informationen

Für die Lapidea hauptsächlich verwendete Natursteinsorten:

Basaltlava (tephritisch)

 

Geologie:
Basisches, graublaues Vulkangestein im Quartär entstanden.

Die Grubenfelder von Mayen und Mendig (oberer Lavastrom)  liefern die in 5-6 eckiger Form auftretenden Säulenformationen in Einzelabmessungen von ca. 40-120/40-120/60-350 cm (L/B/H) Die Abraumüberdeckung der Lavaströme beträgt zwischen 5-20 m.

                  
Abbau:    
Der moderne Abbau erfolgt mit großen Gerätschaften wie Bagger,                   Radlader und Raupen. Zudem wird der Abbau mit Pressluftgerätschaften und fachpersonellem Einsatz ergänzt.  Lockerungssprengungen werden unregelmäßig eingesetzt.

Haltbarkeit:
Diese Basaltlava ist unbegrenzt haltbar. Ihr Einsatz ist besonders in Bereichen mit starker Immissionsbelastung  empfehlenswert. Die Einzelporenstruktur, die bis in den Mikrobereich reicht, gibt  dem Naturwerkstein –Basaltlava- die herausragenden Eigenschaften hinsichtlich ihrer Haltbarkeit.
Helle oder bunte Einschlüsse (Subvulkanite) nehmen unbedeutend Einfluß auf die Haltbarkeit. Sie sind in der Entstehungsphase im Lavastrom mitgerissen worden und sind Bestandteil der Basaltlava-Matrix.

Der Frost-Tausalz-Widerstand ermöglicht uneingeschränkte Salzbestreuung im Winter.
Basaltlava ist frostbeständig.

Textur:    
Richtungslos, blasig, mikrokristalline Grundmasse

Physikalische Eigenschaften (Mittelwerte) nach DIN 52100


Dichte –rein-                 (DIN 52102) 2,8 – 3, 15 (g/cbcm)
Dichte –roh-                  (DIN 52102) 2,2 – 2,35  (g/cbcm)
Porösität                        (DIN 52102) 20 - 30       (Vol.%)
Wasseraufnahme          (DIN 52103) 2 - 4           (Gew.% u. Atmosphärendruck)
Druckfestigkeit             (DIN 52105) 800-1500   (N/qcm)
Biegefestigkeit               (DIN 52112) 80-120       (N/qcm)
Schlagprüfung               (DIN 52107) 4 - 5            (Anzahl bis zur Zerstörung)
Abnutzung d. Schleifen (DIN 52108) 12 - 15       (Verlust bei 50 qcm in cbcm)

Ausbruchlasten am Ankerdornloch, Ankerlochdurchmesser 10 mm, Lochtiefe 25 mm

Materialstärken     3 cm             4 cm           Ausbruchlasten    510 N          1060 N    Rutschsicherheiten an öffenlichen Gebäuden nach berufsgenossenschaftlichen Merkblättern wie auch der Schrift ZH 1/571-Eingangsbereiche und Treppen nach Bewertungsgruppe R 9-Mit Oberflächenschliff  „K 120“ erfüllt Basaltlava regelmäßig diese Bestimmung.Die natürliche Porösität sorgt für entsprechende Trittsicherheit als Boden- oder Stufenbelag.Anwendungsmöglichkeiten: Massivbauten, Bekleidungen im Ausbaugewerk wie: Bodenplatten Abdeckungen, Treppenstufen, Fensterbänke, Fassadenplatten,  Architekturgliederungselemente im Fassadenbau, Denkmalsteine, technische Steinkörper z. B. für den Garten- u. Landschaftsbau. Vergleichbare Varietäten unserer Region: Hohenfelser Basaltlava, Basaltlava (basanitisch) Frost-Tausalz-Widerstand eingeschränkt

Ettringer Kerntuff

Geologie:
Basisches, hellbeiges bis hellgraues, quartäres bis pleistozänes Vulkangestein.
Der phyroklastische Aschestrom wurde durch Zyolithisierung verfestigt.
Die Lagerstätte wird charakterisiert durch Bimskörner und Einsprenglinge, die
in schlecht sortierter Formation auftreten. Die Lagerstätte zeigt ein homogenes
Gefüge.
Die Abraumüberdeckung von Lockermassen beträgt ca. 6 – 12 m.
Die Steinbrüche liegen geographisch gesehen nördlich von Ettringen/Eifel.

Abbau:   
Der moderne Abbau erfolgt unter dem Einsatz von großen Gerätschaften wie Bagger, Radlader und Raupen. Der Abbau selbst erfolgt mit Schrämmaschinen, Pressluftkisten, Pressluft gesteuerten Bohrgerätschaften und Werkzeugen, sowie geschultem Fachpersonal.
Das Gewinnen der Rohblöcke erfolgt im speziellen Schneidverfahren und anschließenden gezielten Horizontalbohrungen auf der Bruchsohle, wodurch die Rohblöcke aus der Lagerstätte gelöst werden.
Die Pressluftkissen drücken die gelösten Rohblöcke aus der Lagerstättenposition.   

Haltbarkeit:
Ettringer Kerntuff ist gut haltbar, dies zeigen die zahllosen Bauten des letzten Jahrhunderts, die mit Ettringer Tuff bekleidet wurden. Diese Eigenschaft  wird eindrucksvoll bestätigt durch den Einsatz von zahlreichen  Architekturgliederungselementen beim Kirchenbau der letzten Jahrhunderte.
Ettringer Kerntuff besitzt keine Kalkbestandteile. Insofern kann der „sauere Regen“ keine Reaktionen mit der Matrix dieses Materials eingehen, so daß entsprechende Verwitterungsformen nicht auftreten können. Bewährt hat sich diese Eigenschaft insbesondere bei modernen Fassadenbekleidungen in diesem Naturwerkstein.
Ettringer Kerntuff ist frostbeständig.
Der Bimskornanteil (reines Steinglas) in hell-beige bis bräunlich Färbung ist mit Hauptbestandteil dieses weichen, jedoch widerstandsfähigen Naturwerksteins.

Textur:    
Richtungslos, weich und leicht blasig,

Werkstein reagiert nach der Gewinnung auf veränderte Umgebungsverhältnisse und härtet marginal nach, man spricht von einem sogenannten „Lufthärter“ Werkstein.

Physikalische Eigenschaften (Mittelwerte) nach DIN 52100

Dichte –rein-                 (DIN 52102) 1,9 – 2,65  (g/cbcm) Dichte –roh-                  (DIN 52102) 1,4 – 2,00  (g/cbcm)Porösität                        (DIN 52102) 15 - 45       (Vol.%)Wasseraufnahme          (DIN 52103) 10 - 20       (Gew.% u. Atmosphärendruck)Druckfestigkeit             (DIN 52105) 200-350     (N/qcm)Biegefestigkeit               (DIN 52112) 30 - 60       (N/qcm)Schlagprüfung               (DIN 52107)   --             (Anzahl bis zur Zerstörung)Abnutzung d. Schleifen (DIN 52108)   --             (Verlust bei 50 qcm in cbcm)Ausbruchlasten am Ankerdornloch, Ankerlochdurchmesser 10 mm, Bohrlochtiefe 25 mm.Materialstärken          5 cm            6 cmAusbruchlasten       457 N           564 NAnwendungsmöglichkeiten: Massivbauten, Bekleidungen im Ausbaugewerke innen u. außen, Abdeckungen, Fensterbänke, Fassadenplatten innen u. außen, Architekturgliederungselemente im Fassadenbau, Denkmalsteine, technische Steinkörper, Bildhauersteine, Blumenschalen Vergleichbare Varietäten:   Weiberner Tuff Riedener Tuff

Zur Entstehung von Schiefer

Schiefer ist ein leicht umgewandeltes, sehr schwach metamorphes Sediment-(Ablagerungs-) Gestein. Er entstand in unserem Raum vor allem in der Devon-Zeit vor 350 bis 400 Millionen Jahren durch Ablagerung von feinstkörnigen Tonschlamm-Massen, die sich unter dem Auflagerungsdruck in Tonstein verfestigten. Bei der späteren Gebirgsbildung wurden die Tonsteinschichten durch seitlichen Druck aufgefaltet. Während dieser tektonischen Vorgänge zerscherten die tonigen Gesteine. Die ursprünglichen Tonminerale wurden entlang dieser feinsten Scherfläche gedehnt und kristallisierten unter druckbedingter Erwärmung zu neuen, höherwertigen, plättchenförmigen Mineralien (Glimmer) um.

Dadurch wurde dem ursprünglichen Tongestein ein neues Strukturelement aufgeprägt: die Schieferung. Die gleichförmige Einregelung der Minerale parallel zur Schieferung, ihre Verzahnung untereinander und die Bildung vieler dichtständiger, mikroskopisch feiner Glimmerlagen erzeugt die für den Dachschiefer so charakteristische Spaltbarkeit. Die Entstehung des Schiefers über Jahrmillionen ist auch Grund dafür, das Schiefervorkommen in ihren technischen und qualitativen Merkmalen an jedem Gewinnungsort unterschiedlich sind. Das hat schon früh dazu geführt, Schiefer mit Qualitätsnamen zu versehen. Ein Beispiel dafür ist "Moselschiefer", der schon 1588 als "Moselleyen" urkundlich erwähnt wurde und so als eine der ältesten Marken in Deutschland gilt. Der ehemalige Transportweg über die Mosel gab dem Schiefer aus Mayen diesen Namen. 

Rund um Mayen, wo erloschene Vulkane ragen und in der Nähe sich der Laacher See als größtes Eifelmaar in tiefer Schwärze spiegelt, in einer Landschaft von ausdrucksvollem Gepräge, betreibt das Unternehmen Rathscheck Schiefer die größte Dachschiefer-Produktion Mitteleuropas mit den Moselschiefer-Bergwerken Katzenberg und Margareta.
Glückauf zur Fahrt ins Innere der Erde! Mit dem Förderkorb geht es im Bergwerk Katzenberg bis auf 300 Meter Tiefe zu den Arbeitsplätzen von qualifizierten Fachleuten. Über 30 Kilometer lange unterirdische Stollen und Strecken verbinden auf neun Sohlen drei mächtige Schieferlager. Eine bedeutende Innovation wurde 1994 im Schiefer-Bergwerk Margareta in Betrieb genommen: den damals ersten Serpentinentunnel der Schieferwelt. Auch Übertage leistet moderne Technik heute einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des gesamten Prozesses. Mit Hilfe von Lasertechnik geben Diamantsägen den bergfeucht gehaltenen Blöcken eine erste Form. Anschließend folgen die formgebenden Bearbeitungsgänge, das Spalten der Schieferblöcke und das Zurichten der Decksteine.
Moderne und rationelle Gewinnungsmethoden im Schieferbergbau sowie neue Formate und Verlegetechniken ermöglichen es, dass sich heute jeder Bauherr wieder ein Schieferdach oder eine Schiefer-Wandbekleidung leisten kann. An Dach und Wand seit Jahrhunderten bewährt, verbindet sich im Schiefer naturnahes Bauen mit den Anforderungen eines Baustoffes der Zukunft.